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	<title>anarchie &#038; lihbe</title>
	<link>http://anarchieundlihbe.blogsport.de</link>
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	<pubDate>Tue, 24 Apr 2012 10:59:26 +0000</pubDate>
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		<title>Flausch und Schmerzen &#8211; Wochenendreflektion.</title>
		<link>http://anarchieundlihbe.blogsport.de/2012/04/24/flausch-und-schmerzen-wochenendreflektion/</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Apr 2012 10:47:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>raupe</dc:creator>
		
	<dc:subject>dinge und andere dinge</dc:subject><dc:subject>anarchismus</dc:subject><dc:subject>bumm</dc:subject><dc:subject>d.i.y.</dc:subject><dc:subject>definitionsmacht</dc:subject><dc:subject>dominanz</dc:subject><dc:subject>falken</dc:subject><dc:subject>feminismus</dc:subject><dc:subject>grrrlism</dc:subject><dc:subject>heterosexuelle matrix</dc:subject><dc:subject>kritik</dc:subject><dc:subject>männerrechte</dc:subject><dc:subject>mackertum</dc:subject><dc:subject>penis</dc:subject><dc:subject>privileg</dc:subject><dc:subject>redeverhalten</dc:subject><dc:subject>sexism</dc:subject><dc:subject>sicherheit</dc:subject>
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		<description><![CDATA[Hinter mir liegt ein aufregendes Wochenende in St. Georgen. Die <em>Falken</em> Stuttgart und Pforzheim hatten gemeinsam ein <a href="http://www.sjd-falkenbw.de/termine/alte-termine/2004-2204-gender-seminar">Seminarwochenende zum Thema Körper – Geschlecht – Kapitalismus</a> organisiert. Ich war Teil der Vorbereitungsgruppe und hielt selbst einen Workshop. Wir haben versucht, eine Infrastruktur zu schaffen, in der möglichst vielen Teilnehmer_innen möglichst viel (sicherer) Raum gegeben werden konnte: Es gab ein Medienzimmer mit Büchern, Podcasts und Zines, in das man sich zurückziehen konnte, wenn man ein bisschen Ruhe wollte, es gab einen Frauen_Lesben_Trans*-Raum, der von der Gruppe als solcher respektiert wurde und ein Awarenessteam<sup><a href="#fn1335263655612n" id="fn1335263655612" class="footnote">1</a></sup>. Eine Gruppe hatte am Freitag das meist warme, vegane Essen vorbereitet und vorgekocht, sodass im Laufe des Wochenendes nicht mehr ganz soviel Küchenarbeit anfiel. Für die nichtvegane Ernährung gab es morgens Käse und Wurst aufs Brötchen. Aufgaben wie  Spülen, Putzen, Wischen oder Tisch decken übernahmen die Teilnehmer_innen gemeinsam und ich hatte den Eindruck, dass sich alle dafür verantwortlich fühlten und jede_r da anpackte, wo sie_er konnte. Gleich zur Begrüßung stellten wir das <a href="http://www.jpberlin.de/antifa-pankow/defmacht/downloads/when_my_anger_starts_to_cry.pdf">Definitionsmacht-Konzept</a> vor und erklärten, warum wir uns vorab dafür entschieden hatten. Es gab viel Arbeit in Kleingruppen, um einen Wettstreit der Theoriemacker_innen zu verhindern, wir klärten vorher Handzeichen und Moderationsweisen und schafften dadurch eine (für mich überraschend) hohe Qualität der Gesprächskultur.
Inhaltlich hatten wir ein dichtes Programm vorbereitet: Vorträge und Workshops und ein Forumtheater zu Alltagssexismus &#038; Vorschläge, wie wir damit umgehen können, den Geschlechterverhältnissen bei Produktion und Reproduktion und deren Notwendigkeit für einen funktionierenden Kapitalismus, Texte zu Körper und Staat, Polyamorie und Kritik der polysexuellen Ökonomie sowie Thesen zur Romantischen Zweierbeziehung. Draußen regnete es, dadurch hielten sich die 21 Teilnehmer_innen hauptsächlich in der kleinen Hütte auf und diskutierten in der knappen Pausenzeit oder Abends bei einem Bier noch weiter. 
Im Nachhinein denke ich, es ist wichtig, viel weniger Input anzubieten und viel mehr Zeit und Platz für Entspannung, Austausch und die (antisexistische) Praxis zur Theorie einzuplanen. Inhaltlich würde ich für einen nächsten Workshop (falls es ihn geben wird) auch zu Trans_Identitäten, queerer Politik, Rassismus/Whiteness und hegemonialer Männlichkeit im Alltag arbeiten wollen. 
In privaten Gesprächen mit Teilnehmer_innen kam nicht nur ich zu der Feststellung, dass mehr Zeit zum Nachdenken über die vielen frisch gelernten Inhalte manche Anspannung in der Gruppe verringern könnte: Gerade wenn es um so sehr mit der eigenen Identität verschwurbelte Themen wie Geschlechterrollen und Sexismus geht, sind viele Gefühle im Spiel. Viele wollen sich äußern und ihre Erfahrungen austauschen. Wenn Zeitdruck herrscht, reagieren manche mit dominantem Verhalten, um auf jeden Fall noch gehört zu werden, andere hingegen ziehen sich zurück, weil sie die knappe Zeit nicht für sich beanspruchen wollen. 

Für mich war es das erste Mal, dass ich so explizit mit Definitionsmacht gearbeitet habe. Ich habe in den (zum Glück wenigen) Situationen, in denen Grenzverletzungen verhandelt wurden, wahnsinnig viel gelernt und die Rückmeldung, die ich von den jeweils Betroffenen bekommen habe, ist sehr ermutigend, mich weiter damit auseinander zu setzen.
Alles in allem hatte ich ein wahnsinnig ermutigendes, erhellendes, lehrreiches, anstrengendes, aufwühlendes, schönes und verheißungsvolles Wochenende. Ich habe viele tolle Frauen*, Männer* und Menschen jenseits davon kennen gelernt, mich vernetzt, Erfahrungen und wertvolles Wissen ausgetauscht und Perspektiven für weitere Arbeit gewonnen. 

Aber jetzt kommt noch ein Aber, das ich euch nicht ersparen möchte. Wer keine alten Erinnerungen an nicht ernst genommene Übergriffe und ähnliches triggern möchte, liest ab hier lieber nicht weiter!

<strong>Schmerzensboys reloaded?</strong>

In der gemeinsamen Reflektionsrunde am Sonntag, außerdem in Gesprächen unter vier Augen und in einer Feedback-Email äußerten sich mehrere Teilnehmer über die Atmosphäre am Wochenende. Männer* schilderten: 
Sie haben sich angespannt gefühlt, hatten Angst, etwas falsches zu sagen oder zu tun, fühlten sich durch das als aggressiv empfundene Vorstellen des Definitionsmacht-Verfahrens vorverurteilt oder als Mann unter Generalverdacht gestellt. Die Definitionsmacht am ersten Abend und während der Begrüßung zu erklären, habe einen negativen Ausblick hergestellt, stattdessen hätte man sich vorfreudig auf die schöne gemeinsame Zeit berufen sollen. Dass der Umgang mit einer Grenzüberschreitung teilweise innerhalb der ganzen Gruppe stattfand, wurde als störend und bedrückend für das Gruppenklima empfunden. Manche Männer* und eine Frau* äußerten, dass sie das gesamte Wochenende über einen Zwang zu Political correctness und zu Harmonie empfunden haben und sich dadurch nicht frei fühlen konnten. 
Ein Genosse antwortete zum Ende der Reflektionsrunde auf die Schmerzensschmerzen, worüber ich sehr froh war. Er sagte (sinngemäß), dass es ein Unwohlgefühl ist, wenn das eigene Geschlecht/Gender sichtbar gemacht wird, wenn das Verhalten in der eigenen Geschlechterrolle diskutiert wird, wenn Unterdrückungsmechanismen, an denen man selbst aktiv beteiligt ist, aufgezeigt und kritisiert werden. Dass das ein Gefühl von Unfreiheit, Anspannung, Unsicherheit und vielleicht sogar Angst hervorruft, ist normal. Frauen* und genderqueere Menschen sind fast immer und fast überall in genau dieser Situation. Sie müssen jederzeit damit rechnen, dass ihr Verhalten als Geschlechterrolle wahrgenommen und ggfs. abgewertet wird.
 Ich füge hinzu: <strong>„Willkommen in unserer Welt.“</strong>

Wenn du mackerisch bist, muss es sich scheiße anfühlen, wenn andere dein Mackerverhalten angreifen. <strong>Wenn du sexistisch handelst, muss es sich scheiße anfühlen, wenn andere deinen Sexismus thematisieren.</strong> Wenn du Grenzen verletzt, muss es sich scheiße anfühlen, wenn die andere Person dir deine Grenzverletzung spiegelt. Wenn du ein Mann* bist, muss es sich scheiße anfühlen, wenn dir die nichtmännlichen Leute um dich rum erklären, welche Privilegien du besitzt. Wenn du breitbeinig dasitzt und mit deiner Stimme einen Raum beherrschst, muss es sich scheiße anfühlen, wenn andere dir schildern, wie ohnmächtig und verloren sie deine Dominanz machen kann. 
<strong>Ich sehe keinen Sinn in der Theorie ohne die Praxis. </strong>Wenn du 8 Stunden lang zuhörst und nickst und zustimmst und diskutierst, dass das Patriarchat ein fieser Misthaufen ist, dich aber freust, dass du Abends beim Bier endlich wieder <em>normal</em> und <em>entspannt</em> sein, also deine alltäglichen Privilegien wieder in Anspruch nehmen kannst, dann hast du die ganzen 8 Stunden lang kein Wort verstanden. 
Wenn du zuhörst und nickst und zustimmst und diskutierst, dass radikale Solidarität mit Betroffenen ein Weg ist, Vergewaltigungsverharmlosung, Victim Blaming<sup><a href="#fn1335264034031n" id="fn1335264034031" class="footnote">2</a></sup> und Täterschutz zu verhindern, diesem Konzept aber im gleichen Atemzug unterstellst, dass es dich von vorneherein als Vergewaltiger abstempelt, dann hast du genauso aufmerksam zugehört wie ein Wackeldackel. 
<strong>Du unterstellst, noch bevor überhaupt irgendwer irgendeiner Grenzverletzung oder eines Übergriffs beschuldigt wurde, dass die (fiktive) betroffene Person diese Beschuldigung zu Unrecht ausgesprochen haben wird. </strong>Dein Abwehrverhalten gegen die Definitionsmacht der Betroffenen zeigt vor allem dies: Du hast Angst, dass jemand dein Verhalten ihm_ihr gegenüber als Grenzverletzung einstufen könnte, ohne dass du dies geplant oder gewollt hast. Und eine Grenzverletzung, die du nicht gewollt hast, ist deiner Meinung nach gar keine Grenzverletzung, weil du nur Gutes im Sinn hast und weil du kein Vergewaltiger bist. Du glaubst, das selbst am besten zu wissen.  Du sprichst der_dem Betroffenen ihre_seine Definitionsmacht, die du ihm_ihr vor ein paar Minuten noch großzügig zugestanden hast, wieder ab. 

<strong>Was du stattdessen tun könntest:</strong> Dein Unwohlgefühl und deine Unsicherheit als Erfahrung wahrnehmen – du hast nun einen kleinen Blick durchs Schlüsselloch erhaschen können, wie für nicht männlich Privilegierte der Alltag aussehen kann. Dein Verhalten ganz genau überprüfen – frag dich doch mal, wie oft du Leute berührst, ohne zu wissen, ob du das darfst; wie oft du sie beschimpfst, ohne zu merken, dass du sie beschimpft hast; wie oft du ihnen ihre Subjektivität absprichst; wie oft du ihnen Raum und Zeit nimmst; wie oft du dich ihnen zu Lasten ausbreiten darfst. Deinen Umgang mit anderen radikal verändern – wenn du nicht mehr weißt, was du noch sagen kannst, ohne dass es eine_n verletzt, halt doch einfach mal die Klappe. Wenn du Angst hast, Grenzen zu überschreiten, dann hör doch einfach mal auf, Leute anzufassen. Du wirst mit der Zeit lernen, was es bedeutet, Grenzen zu respektieren.
Die Erfahrung zu machen<em> Ich werde nicht gehört, ich bin unwichtig, meine Meinung zählt nicht soviel wie sonst, meine Sicht der Dinge ist nicht die einzige wahre, objektive Sicht, nach der sich alle richten</em> hat noch keinem Mann* geschadet. Wir anderen haben sie schon tausendmal gemacht und machen sie jeden Tag aus Neue. 
<strong>Wenn es dir ernst ist mit der Patriarchatsbekämpfung und diesem ganzen Feminismus, wenn du bis hierher gelesen hast und noch nicht vor Wut an die Decke gegangen bist, dann habe ich noch einen Ratschlag für dich: Gründe eine Männer*gruppe. </strong>
Reflektionen wie die, die ich hier geschildert habe, sind schwer. Neue Perspektiven auf den eigenen Alltag können belastend sein. Unsicherheit und Angst sind keine schönen Gefühle. Es kann sein, dass du dich nach Austausch sehnst, nach anderen, die ähnliche Erfahrungen machen wie du, und die deine Anstrengungen werschätzen. Mach nicht den Fehler, diese Austauschpartner_innen bei deinen feministischen Freundinnen oder Bekannten weiblicher Sozialisierung zu suchen. Klar bieten die sich an, sehen die doch aus erster Hand, wie toll du seit neustem deine geschlechterinkludierende<sup><a href="#fn1335264244854n" id="fn1335264244854" class="footnote">3</a></sup> Sprache benutzt und wie vorbildlich du dich nun um den Abwasch nach dem Plenum kümmerst. Da können die ja auch ruhig mal ein bisschen dankbar reagieren und dich beglückwünschen, denkst du. Schließlich tust du das ja um ihretwillen, oder nicht? 
Nein, nicht ganz. <strong>Antisexistisches Verhalten ist eine Selbstverständlichkeit, für die sich keine Feministin der Welt bedanken muss.</strong> Wieso soll ich dankbar dafür sein, dass du mir neuerdings nicht mehr ungefragt in die Nase kneifst, mir nicht mehr das Wort abschneidest, mir nicht mehr deinen dreckigen Teller zum spülen stehen lässt? Es ist fucking selbstverständlich, mich wie einen Menschen zu behandeln.
Also, sprich mit den anderen Jungs* über deine neuen Probleme. Gemeinsam könnt ihr Strategien entwickeln, wie ihr die Feministinnen um euch herum unterstützt, wie ihr sexistische Macker in eurer Umgebung platt macht, wie ihr in euren (heterosexuellen) Zweierbeziehungen darauf achten könnt, keine beschissenen Mechanismen aus den 1950er Jahren zu wiederholen und euch ab und zu gegenseitig auf die Schulter klopfen für die ganze Mühe, die ihr euch gebt. 

Ich freue mich auf euch als feministische Verbündete. 


<ol class="footnotes">
	<li id="fn1335263655612n">Personen, die auf diskriminierendes oder übergriffiges Verhalten achten und Ansprechpartner_innen sind. [<a href="#fn1335263655612">zurück</a>]</li>
	<li id="fn1335264034031n">Den Betroffenen die Schuld für eine Vergewaltigung geben (zB:"Du warst betrunken","Deine Kleidung war zu sexy.","Du hast doch schon vorher mit ihm Sex gehabt." usw.) [<a href="#fn1335264034031">zurück</a>]</li>
	<li id="fn1335264244854n">Sprache, die versucht, alle Geschlechter mitzudenken und einzuschließen. Auch bekannt als "gendern". [<a href="#fn1335264244854">zurück</a>]</li>
</ol>
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			<content:encoded><![CDATA[	<p>Hinter mir liegt ein aufregendes Wochenende in St. Georgen. Die <em>Falken</em> Stuttgart und Pforzheim hatten gemeinsam ein <a href="http://www.sjd-falkenbw.de/termine/alte-termine/2004-2204-gender-seminar">Seminarwochenende zum Thema Körper – Geschlecht – Kapitalismus</a> organisiert. Ich war Teil der Vorbereitungsgruppe und hielt selbst einen Workshop. Wir haben versucht, eine Infrastruktur zu schaffen, in der möglichst vielen Teilnehmer_innen möglichst viel (sicherer) Raum gegeben werden konnte: Es gab ein Medienzimmer mit Büchern, Podcasts und Zines, in das man sich zurückziehen konnte, wenn man ein bisschen Ruhe wollte, es gab einen Frauen_Lesben_Trans*-Raum, der von der Gruppe als solcher respektiert wurde und ein Awarenessteam<sup><a href="#fn1335263655612n" id="fn1335263655612" class="footnote">1</a></sup>. Eine Gruppe hatte am Freitag das meist warme, vegane Essen vorbereitet und vorgekocht, sodass im Laufe des Wochenendes nicht mehr ganz soviel Küchenarbeit anfiel. Für die nichtvegane Ernährung gab es morgens Käse und Wurst aufs Brötchen. Aufgaben wie  Spülen, Putzen, Wischen oder Tisch decken übernahmen die Teilnehmer_innen gemeinsam und ich hatte den Eindruck, dass sich alle dafür verantwortlich fühlten und jede_r da anpackte, wo sie_er konnte. Gleich zur Begrüßung stellten wir das <a href="http://www.jpberlin.de/antifa-pankow/defmacht/downloads/when_my_anger_starts_to_cry.pdf">Definitionsmacht-Konzept</a> vor und erklärten, warum wir uns vorab dafür entschieden hatten. Es gab viel Arbeit in Kleingruppen, um einen Wettstreit der Theoriemacker_innen zu verhindern, wir klärten vorher Handzeichen und Moderationsweisen und schafften dadurch eine (für mich überraschend) hohe Qualität der Gesprächskultur.<br />
Inhaltlich hatten wir ein dichtes Programm vorbereitet: Vorträge und Workshops und ein Forumtheater zu Alltagssexismus &#038; Vorschläge, wie wir damit umgehen können, den Geschlechterverhältnissen bei Produktion und Reproduktion und deren Notwendigkeit für einen funktionierenden Kapitalismus, Texte zu Körper und Staat, Polyamorie und Kritik der polysexuellen Ökonomie sowie Thesen zur Romantischen Zweierbeziehung. Draußen regnete es, dadurch hielten sich die 21 Teilnehmer_innen hauptsächlich in der kleinen Hütte auf und diskutierten in der knappen Pausenzeit oder Abends bei einem Bier noch weiter.<br />
Im Nachhinein denke ich, es ist wichtig, viel weniger Input anzubieten und viel mehr Zeit und Platz für Entspannung, Austausch und die (antisexistische) Praxis zur Theorie einzuplanen. Inhaltlich würde ich für einen nächsten Workshop (falls es ihn geben wird) auch zu Trans_Identitäten, queerer Politik, Rassismus/Whiteness und hegemonialer Männlichkeit im Alltag arbeiten wollen.<br />
In privaten Gesprächen mit Teilnehmer_innen kam nicht nur ich zu der Feststellung, dass mehr Zeit zum Nachdenken über die vielen frisch gelernten Inhalte manche Anspannung in der Gruppe verringern könnte: Gerade wenn es um so sehr mit der eigenen Identität verschwurbelte Themen wie Geschlechterrollen und Sexismus geht, sind viele Gefühle im Spiel. Viele wollen sich äußern und ihre Erfahrungen austauschen. Wenn Zeitdruck herrscht, reagieren manche mit dominantem Verhalten, um auf jeden Fall noch gehört zu werden, andere hingegen ziehen sich zurück, weil sie die knappe Zeit nicht für sich beanspruchen wollen. </p>
	<p>Für mich war es das erste Mal, dass ich so explizit mit Definitionsmacht gearbeitet habe. Ich habe in den (zum Glück wenigen) Situationen, in denen Grenzverletzungen verhandelt wurden, wahnsinnig viel gelernt und die Rückmeldung, die ich von den jeweils Betroffenen bekommen habe, ist sehr ermutigend, mich weiter damit auseinander zu setzen.<br />
Alles in allem hatte ich ein wahnsinnig ermutigendes, erhellendes, lehrreiches, anstrengendes, aufwühlendes, schönes und verheißungsvolles Wochenende. Ich habe viele tolle Frauen*, Männer* und Menschen jenseits davon kennen gelernt, mich vernetzt, Erfahrungen und wertvolles Wissen ausgetauscht und Perspektiven für weitere Arbeit gewonnen. </p>
	<p>Aber jetzt kommt noch ein Aber, das ich euch nicht ersparen möchte. Wer keine alten Erinnerungen an nicht ernst genommene Übergriffe und ähnliches triggern möchte, liest ab hier lieber nicht weiter!</p>
	<p><strong>Schmerzensboys reloaded?</strong></p>
	<p>In der gemeinsamen Reflektionsrunde am Sonntag, außerdem in Gesprächen unter vier Augen und in einer Feedback-Email äußerten sich mehrere Teilnehmer über die Atmosphäre am Wochenende. Männer* schilderten:<br />
Sie haben sich angespannt gefühlt, hatten Angst, etwas falsches zu sagen oder zu tun, fühlten sich durch das als aggressiv empfundene Vorstellen des Definitionsmacht-Verfahrens vorverurteilt oder als Mann unter Generalverdacht gestellt. Die Definitionsmacht am ersten Abend und während der Begrüßung zu erklären, habe einen negativen Ausblick hergestellt, stattdessen hätte man sich vorfreudig auf die schöne gemeinsame Zeit berufen sollen. Dass der Umgang mit einer Grenzüberschreitung teilweise innerhalb der ganzen Gruppe stattfand, wurde als störend und bedrückend für das Gruppenklima empfunden. Manche Männer* und eine Frau* äußerten, dass sie das gesamte Wochenende über einen Zwang zu Political correctness und zu Harmonie empfunden haben und sich dadurch nicht frei fühlen konnten.<br />
Ein Genosse antwortete zum Ende der Reflektionsrunde auf die Schmerzensschmerzen, worüber ich sehr froh war. Er sagte (sinngemäß), dass es ein Unwohlgefühl ist, wenn das eigene Geschlecht/Gender sichtbar gemacht wird, wenn das Verhalten in der eigenen Geschlechterrolle diskutiert wird, wenn Unterdrückungsmechanismen, an denen man selbst aktiv beteiligt ist, aufgezeigt und kritisiert werden. Dass das ein Gefühl von Unfreiheit, Anspannung, Unsicherheit und vielleicht sogar Angst hervorruft, ist normal. Frauen* und genderqueere Menschen sind fast immer und fast überall in genau dieser Situation. Sie müssen jederzeit damit rechnen, dass ihr Verhalten als Geschlechterrolle wahrgenommen und ggfs. abgewertet wird.<br />
 Ich füge hinzu: <strong>„Willkommen in unserer Welt.“</strong></p>
	<p>Wenn du mackerisch bist, muss es sich scheiße anfühlen, wenn andere dein Mackerverhalten angreifen. <strong>Wenn du sexistisch handelst, muss es sich scheiße anfühlen, wenn andere deinen Sexismus thematisieren.</strong> Wenn du Grenzen verletzt, muss es sich scheiße anfühlen, wenn die andere Person dir deine Grenzverletzung spiegelt. Wenn du ein Mann* bist, muss es sich scheiße anfühlen, wenn dir die nichtmännlichen Leute um dich rum erklären, welche Privilegien du besitzt. Wenn du breitbeinig dasitzt und mit deiner Stimme einen Raum beherrschst, muss es sich scheiße anfühlen, wenn andere dir schildern, wie ohnmächtig und verloren sie deine Dominanz machen kann.<br />
<strong>Ich sehe keinen Sinn in der Theorie ohne die Praxis. </strong>Wenn du 8 Stunden lang zuhörst und nickst und zustimmst und diskutierst, dass das Patriarchat ein fieser Misthaufen ist, dich aber freust, dass du Abends beim Bier endlich wieder <em>normal</em> und <em>entspannt</em> sein, also deine alltäglichen Privilegien wieder in Anspruch nehmen kannst, dann hast du die ganzen 8 Stunden lang kein Wort verstanden.<br />
Wenn du zuhörst und nickst und zustimmst und diskutierst, dass radikale Solidarität mit Betroffenen ein Weg ist, Vergewaltigungsverharmlosung, Victim Blaming<sup><a href="#fn1335264034031n" id="fn1335264034031" class="footnote">2</a></sup> und Täterschutz zu verhindern, diesem Konzept aber im gleichen Atemzug unterstellst, dass es dich von vorneherein als Vergewaltiger abstempelt, dann hast du genauso aufmerksam zugehört wie ein Wackeldackel.<br />
<strong>Du unterstellst, noch bevor überhaupt irgendwer irgendeiner Grenzverletzung oder eines Übergriffs beschuldigt wurde, dass die (fiktive) betroffene Person diese Beschuldigung zu Unrecht ausgesprochen haben wird. </strong>Dein Abwehrverhalten gegen die Definitionsmacht der Betroffenen zeigt vor allem dies: Du hast Angst, dass jemand dein Verhalten ihm_ihr gegenüber als Grenzverletzung einstufen könnte, ohne dass du dies geplant oder gewollt hast. Und eine Grenzverletzung, die du nicht gewollt hast, ist deiner Meinung nach gar keine Grenzverletzung, weil du nur Gutes im Sinn hast und weil du kein Vergewaltiger bist. Du glaubst, das selbst am besten zu wissen.  Du sprichst der_dem Betroffenen ihre_seine Definitionsmacht, die du ihm_ihr vor ein paar Minuten noch großzügig zugestanden hast, wieder ab. </p>
	<p><strong>Was du stattdessen tun könntest:</strong> Dein Unwohlgefühl und deine Unsicherheit als Erfahrung wahrnehmen – du hast nun einen kleinen Blick durchs Schlüsselloch erhaschen können, wie für nicht männlich Privilegierte der Alltag aussehen kann. Dein Verhalten ganz genau überprüfen – frag dich doch mal, wie oft du Leute berührst, ohne zu wissen, ob du das darfst; wie oft du sie beschimpfst, ohne zu merken, dass du sie beschimpft hast; wie oft du ihnen ihre Subjektivität absprichst; wie oft du ihnen Raum und Zeit nimmst; wie oft du dich ihnen zu Lasten ausbreiten darfst. Deinen Umgang mit anderen radikal verändern – wenn du nicht mehr weißt, was du noch sagen kannst, ohne dass es eine_n verletzt, halt doch einfach mal die Klappe. Wenn du Angst hast, Grenzen zu überschreiten, dann hör doch einfach mal auf, Leute anzufassen. Du wirst mit der Zeit lernen, was es bedeutet, Grenzen zu respektieren.<br />
Die Erfahrung zu machen<em> Ich werde nicht gehört, ich bin unwichtig, meine Meinung zählt nicht soviel wie sonst, meine Sicht der Dinge ist nicht die einzige wahre, objektive Sicht, nach der sich alle richten</em> hat noch keinem Mann* geschadet. Wir anderen haben sie schon tausendmal gemacht und machen sie jeden Tag aus Neue.<br />
<strong>Wenn es dir ernst ist mit der Patriarchatsbekämpfung und diesem ganzen Feminismus, wenn du bis hierher gelesen hast und noch nicht vor Wut an die Decke gegangen bist, dann habe ich noch einen Ratschlag für dich: Gründe eine Männer*gruppe. </strong><br />
Reflektionen wie die, die ich hier geschildert habe, sind schwer. Neue Perspektiven auf den eigenen Alltag können belastend sein. Unsicherheit und Angst sind keine schönen Gefühle. Es kann sein, dass du dich nach Austausch sehnst, nach anderen, die ähnliche Erfahrungen machen wie du, und die deine Anstrengungen werschätzen. Mach nicht den Fehler, diese Austauschpartner_innen bei deinen feministischen Freundinnen oder Bekannten weiblicher Sozialisierung zu suchen. Klar bieten die sich an, sehen die doch aus erster Hand, wie toll du seit neustem deine geschlechterinkludierende<sup><a href="#fn1335264244854n" id="fn1335264244854" class="footnote">3</a></sup> Sprache benutzt und wie vorbildlich du dich nun um den Abwasch nach dem Plenum kümmerst. Da können die ja auch ruhig mal ein bisschen dankbar reagieren und dich beglückwünschen, denkst du. Schließlich tust du das ja um ihretwillen, oder nicht?<br />
Nein, nicht ganz. <strong>Antisexistisches Verhalten ist eine Selbstverständlichkeit, für die sich keine Feministin der Welt bedanken muss.</strong> Wieso soll ich dankbar dafür sein, dass du mir neuerdings nicht mehr ungefragt in die Nase kneifst, mir nicht mehr das Wort abschneidest, mir nicht mehr deinen dreckigen Teller zum spülen stehen lässt? Es ist fucking selbstverständlich, mich wie einen Menschen zu behandeln.<br />
Also, sprich mit den anderen Jungs* über deine neuen Probleme. Gemeinsam könnt ihr Strategien entwickeln, wie ihr die Feministinnen um euch herum unterstützt, wie ihr sexistische Macker in eurer Umgebung platt macht, wie ihr in euren (heterosexuellen) Zweierbeziehungen darauf achten könnt, keine beschissenen Mechanismen aus den 1950er Jahren zu wiederholen und euch ab und zu gegenseitig auf die Schulter klopfen für die ganze Mühe, die ihr euch gebt. </p>
	<p>Ich freue mich auf euch als feministische Verbündete. </p>
	<ol class="footnotes">
	<li id="fn1335263655612n">Personen, die auf diskriminierendes oder übergriffiges Verhalten achten und Ansprechpartner_innen sind. [<a href="#fn1335263655612">zurück</a>]</li>
	<li id="fn1335264034031n">Den Betroffenen die Schuld für eine Vergewaltigung geben (zB:&#8220;Du warst betrunken&#8220;,&#8220;Deine Kleidung war zu sexy.&#8220;,&#8220;Du hast doch schon vorher mit ihm Sex gehabt.&#8220; usw.) [<a href="#fn1335264034031">zurück</a>]</li>
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<a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/anarchismus" rel="tag">anarchismus</a>  <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/bumm" rel="tag">bumm</a>  <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/d.i.y." rel="tag">d.i.y.</a>  <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/definitionsmacht" rel="tag">definitionsmacht</a>  <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/dominanz" rel="tag">dominanz</a>  <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/falken" rel="tag">falken</a>  <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/feminismus" rel="tag">feminismus</a>  <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/grrrlism" rel="tag">grrrlism</a>  <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/heterosexuelle-matrix" rel="tag">heterosexuelle matrix</a>  <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/kritik" rel="tag">kritik</a>  <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/m%C3%A4nnerrechte" rel="tag">männerrechte</a>  <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/mackertum" rel="tag">mackertum</a>  <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/penis" rel="tag">penis</a>  <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/privileg" rel="tag">privileg</a>  <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/redeverhalten" rel="tag">redeverhalten</a>  <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/sexism" rel="tag">sexism</a>  <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/sicherheit" rel="tag">sicherheit</a><a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/anarchismus" rel="tag">anarchismus</a>, <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/bumm" rel="tag">bumm</a>, <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/d.i.y." rel="tag">d.i.y.</a>, <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/definitionsmacht" rel="tag">definitionsmacht</a>, <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/dominanz" rel="tag">dominanz</a>, <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/falken" rel="tag">falken</a>, <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/feminismus" rel="tag">feminismus</a>, <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/grrrlism" rel="tag">grrrlism</a>, <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/heterosexuelle-matrix" rel="tag">heterosexuelle matrix</a>, <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/kritik" rel="tag">kritik</a>, <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/m%C3%A4nnerrechte" rel="tag">männerrechte</a>, <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/mackertum" rel="tag">mackertum</a>, <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/penis" rel="tag">penis</a>, <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/privileg" rel="tag">privileg</a>, <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/redeverhalten" rel="tag">redeverhalten</a>, <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/sexism" rel="tag">sexism</a>, <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/sicherheit" rel="tag">sicherheit</a>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Hexen hexen &#8211; d.i.y. für Menstruiererinnen und Menstruierer</title>
		<link>http://anarchieundlihbe.blogsport.de/2012/04/18/hexen-hexen-d-i-y-fuer-menstruiererinnen-und-menstruierer/</link>
		<comments>http://anarchieundlihbe.blogsport.de/2012/04/18/hexen-hexen-d-i-y-fuer-menstruiererinnen-und-menstruierer/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 18 Apr 2012 08:28:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>raupe</dc:creator>
		
	<dc:subject>dinge und andere dinge</dc:subject><dc:subject>anarchismus</dc:subject><dc:subject>d.i.y.</dc:subject><dc:subject>feminismus</dc:subject><dc:subject>grrrlism</dc:subject><dc:subject>haare</dc:subject><dc:subject>menstruation</dc:subject><dc:subject>menstruieren</dc:subject><dc:subject>sexualität</dc:subject><dc:subject>sicherheit</dc:subject>
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		<description><![CDATA[Auf dem <a href="http://zinefestberlin.com/">Zinefest</a> letztes Jahr bekam ich ein Heft in die Hände, das ich noch vor Ort verschlungen, einmal komplett abfotografiert und seitdem schon vielen Freund_innen weitergeleitet habe. Es handelt sich um <em>Hot Pantz</em>, im Originall<em> C´est toujours chaud dans les culottes des filles</em>von Isabelle Gauthier und Lisa Vinebaum. 
Nach dem d.i.y.-Prinzip informiert<em> Hot Pantz</em> über den anatomischen Aufbau von Vagina, Uterus &#038; Co, erklärt den Menstruationszyklus, gibt Tipps zum erkennen, behandeln und vorbeugen von Geschlechtskrankheiten und Pilzinfektionen und zeigt mehrere Wege auf, eine verspätete Menstruation herbeizuführen und eine Schwangerschaft abzubrechen. Meistens sind Kräuter im Spiel, die man selbst pflücken oder in der Apotheke bestellen/kaufen kann. Alternativen zu Tampons und Wegwerfbinden werden vorgestellt, außerdem hilfreiche Tipps bei schlimmen Krämpfen und Stimmungsschwankungen.

<img src="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/images/s.2.jpg" alt="Inhaltsverzeichnis" />

Egal, wie ihr zu Kräuterhexereien oder Schulmedizin steht - ich fand es hilfreich, inspirierend und bestärkend, eine Anleitung zu meinem Körper in den Händen zu halten, die unabhängig von grummeligen Ärzt_innen funktioniert, die vorwurfsvoll über ihren Brillenrand schauen, wenn eine die Pille danach braucht oder keine Lust hat, wegen Zyklusproblemen gleich die Antibabypille zu abonnieren. 

Hausgemachte Kräuterrezepte, so hilfreich sie sind, können keine umfassende medizinische Versorgung ersetzen und ich sehe dieses Heft ist als Anleitung zum experimentieren oder Hilfsmittel in der Not. Jede sollte Zugang zu sicheren Abtreibungsmethoden, Verhütungsmitteln und Behandlung bei Krankheiten bekommen. Ein Schritt in diese Richtung ist, die Basics selbst zu lernen, um selbstbestimmt(er) und unabhängig(er) über den eigenen Körper zu verfügen. 
Das Gesundheitssystem wird in den nächsten Jahren/Jahrzehnten keinen Aufschwung erleben, und staatsfernere Subjekte sowie Leute ohne Aufenthaltsgenehmigung wollen und können eh nicht auf den Staat als medizinischen Freund und Helfer zurückgreifen. 

Wenn ihr fähig seid, im Internet rumzuschlurfen und meine Seite zu lesen, dann seid ihr auch erwachsen genug, um mit <em>Hot Pantz</em> umzugehen. Ich traue euch zu, dass ihr selbst am besten wisst, was ihr mit eurem Körper anstellen wollt und was nicht. 
Zusammen mit Freund_innen arbeite ich an der Übersetzung des Heftes ins Deutsche, das Projekt ist etwas eingeschlafen, aber ein bisschen Zeit investieren kann und mag, der sag ich gerne Bescheid, wie weit wir schon gekommen sind und welche Texte noch fehlen. 

So lange Einleitung überstanden, hier geht´s zum pdf: <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/images/hotpantz.pdf" title="Hot Pantz (Gauthier/Vinebaum)">Hot Pantz (Gauthier/Vinebaum)</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Auf dem <a href="http://zinefestberlin.com/"><strong>Zinefest</strong></a> letztes Jahr bekam ich ein Heft in die Hände, das ich noch vor Ort verschlungen, einmal komplett abfotografiert und seitdem schon vielen Freund_innen weitergeleitet habe. Es handelt sich um <em>Hot Pantz</em>, im Original<em> C´est toujours chaud dans les culottes des filles</em> von Isabelle Gauthier und Lisa Vinebaum.<br />
Nach dem d.i.y.-Prinzip informiert<em> Hot Pantz</em> über den anatomischen Aufbau von Vagina, Uterus &#038; Co, erklärt den Menstruationszyklus, gibt Tipps zum erkennen, behandeln und vorbeugen von Geschlechtskrankheiten und Pilzinfektionen und zeigt mehrere Wege auf, eine verspätete Menstruation herbeizuführen und eine Schwangerschaft abzubrechen. Meistens sind Kräuter im Spiel, die man selbst pflücken oder in der Apotheke bestellen/kaufen kann. Alternativen zu Tampons und Wegwerfbinden werden vorgestellt, außerdem hilfreiche Tipps bei schlimmen Krämpfen und Stimmungsschwankungen.</p>
	<p><img src="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/images/s.2.jpg" alt="Inhaltsverzeichnis" /></p>
	<p>Egal, wie ihr zu Kräuterhexereien oder Schulmedizin steht &#8211; ich fand es hilfreich, inspirierend und bestärkend, eine Anleitung zu meinem Körper in den Händen zu halten, die unabhängig von grummeligen Ärzt_innen funktioniert, die vorwurfsvoll über ihren Brillenrand schauen, wenn eine die Pille danach braucht oder keine Lust hat, wegen Zyklusproblemen gleich die Antibabypille zu abonnieren. </p>
	<p>Hausgemachte Kräuterrezepte, so hilfreich sie sind, können keine umfassende medizinische Versorgung ersetzen und ich sehe dieses Heft als Anleitung zum experimentieren oder Hilfsmittel in der Not. Jede sollte Zugang zu sicheren Abtreibungsmethoden, Verhütungsmitteln und Behandlung bei Krankheiten bekommen. Ein Schritt in diese Richtung ist, die Basics selbst zu lernen, um selbstbestimmt(er) und unabhängig(er) über den eigenen Körper zu verfügen.<br />
Das Gesundheitssystem wird in den nächsten Jahren/Jahrzehnten keinen Aufschwung erleben, und staatsfernere Subjekte sowie Leute ohne Aufenthaltsgenehmigung wollen und können eh nicht auf den Staat als medizinischen Freund und Helfer zurückgreifen. </p>
	<p>Wenn ihr fähig seid, im Internet rumzuschlurfen und meine Seite zu lesen, dann seid ihr auch erwachsen genug, um mit <em>Hot Pantz</em> umzugehen. Ich traue euch zu, dass ihr selbst am besten wisst, was ihr mit eurem Körper anstellen wollt und was nicht.<br />
Zusammen mit Freund_innen arbeite ich an der Übersetzung des Heftes ins Deutsche, das Projekt ist etwas eingeschlafen, aber wer ein bisschen Zeit investieren kann und mag, der sag ich gerne Bescheid, wie weit wir schon gekommen sind und welche Texte noch fehlen. </p>
	<p>So lange Einleitung überstanden, hier geht´s zum pdf: <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/images/hotpantz.pdf" title="Hot Pantz (Gauthier/Vinebaum)"><strong>Hot Pantz (Gauthier/Vinebaum)</strong></a>
</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Radikal jung?</title>
		<link>http://anarchieundlihbe.blogsport.de/2012/03/28/radikal-jung/</link>
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		<pubDate>Wed, 28 Mar 2012 16:54:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>raupe</dc:creator>
		
	<dc:subject>meide die popkultur</dc:subject><dc:subject>bumm</dc:subject><dc:subject>d.i.y.</dc:subject><dc:subject>dominanz</dc:subject><dc:subject>faust</dc:subject><dc:subject>feminismus</dc:subject><dc:subject>goethe</dc:subject><dc:subject>herrmann herman</dc:subject><dc:subject>ows</dc:subject><dc:subject>performance</dc:subject><dc:subject>privileg</dc:subject><dc:subject>theater</dc:subject>
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		<description><![CDATA[	Sehr geehrte Ausrichterinnen des Festivals &#8222;radikal jung&#8220;.
	Über meine Hochschule Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg habe ich von ihrer Ausschreibung erfahren. An und für sich würde ich gern ihr Festival besuchen. Ich bin jung und radikal. Wir passen also Arsch auf Eimer. Selbst wenn die Radikalität sich ausschließlich auf das Alter beziehen sollte, liege ich im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Sehr geehrte Ausrichterinnen des <a href="http://www.muenchner-volkstheater.de/RadikalJung/festival.php">Festivals &#8222;radikal jung&#8220;</a>.</p>
	<p>Über meine Hochschule Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg habe ich von ihrer Ausschreibung erfahren. An und für sich würde ich gern ihr Festival besuchen. Ich bin jung und radikal. Wir passen also Arsch auf Eimer. Selbst wenn die Radikalität sich ausschließlich auf das Alter beziehen sollte, liege ich im Raster: Ich werde 2014 mit 25 Jahren meine Regieausbildung abschließen.</p>
	<p>Als ich mich näher mit dem Programm und den darin aufgeführten Regisseurinnen befasste, fiel mir auf, dass Sie keine einzige Inszenierung einer Frau im Programm haben. Jetzt habe ich den Eindruck, Ihr Festival macht sich einen Spaß aus den Bewerberinnen.</p>
	<p>Ihrem Internetauftritt entnehme ich nicht explizit, dass Sie ein Festival für männliche Schauspielregie sind. Als studentin einer reinen Frauen-Regieklasse frage ich mich, ob Sie und ich uns im selben Jahrhundert befinden. Das kann unmöglich Ihr Ernst sein. Die fünfziger Jahre haben angerufen, sie wollen ihren Intendanten zurück.</p>
	<p>Ich habe keine Lust auf Ihr Festival. Was soll mir ein Konzept schon nahe bringen, das es nicht schafft, auch nur eine einzige weibliche Regisseurin zu gewinnen? Die Theaterherrschaft der Schwänze hat ihre Grenze. Ihre einzige Radikalität besteht in Ihrer radikalen Verfechtung des hegemonial-männlichen Kunstdiskurses. Ich komme erst, wenn Sie ein paar Jahre lang zum Ausgleich reine Frauenrunden für ihr Festival einladen. Bis dahin können Sie und Ihr Festival mir gestohlen bleiben. Mit freundlichen Grüßen, </p>
	<p>herrmann herman </p>
	<p>Ps: Bitte beachten Sie, dass ich diesen Briefwechsel zu Dokumentationszwecken öffentlich führe.</p>
<a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/bumm" rel="tag">bumm</a>  <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/d.i.y." rel="tag">d.i.y.</a>  <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/dominanz" rel="tag">dominanz</a>  <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/faust" rel="tag">faust</a>  <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/feminismus" rel="tag">feminismus</a>  <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/goethe" rel="tag">goethe</a>  <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/herrmann-herman" rel="tag">herrmann herman</a>  <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/ows" rel="tag">ows</a>  <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/performance" rel="tag">performance</a>  <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/privileg" rel="tag">privileg</a>  <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/theater" rel="tag">theater</a><a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/bumm" rel="tag">bumm</a>, <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/d.i.y." rel="tag">d.i.y.</a>, <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/dominanz" rel="tag">dominanz</a>, <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/faust" rel="tag">faust</a>, <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/feminismus" rel="tag">feminismus</a>, <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/goethe" rel="tag">goethe</a>, <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/herrmann-herman" rel="tag">herrmann herman</a>, <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/ows" rel="tag">ows</a>, <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/performance" rel="tag">performance</a>, <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/privileg" rel="tag">privileg</a>, <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/theater" rel="tag">theater</a>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Muskelkater vom Maulen &#8211; die Sache mit den Schmerzensboys</title>
		<link>http://anarchieundlihbe.blogsport.de/2012/03/18/muskelkater-vom-maulen-die-sache-mit-den-schmerzensboys/</link>
		<comments>http://anarchieundlihbe.blogsport.de/2012/03/18/muskelkater-vom-maulen-die-sache-mit-den-schmerzensboys/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 18 Mar 2012 10:58:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>raupe</dc:creator>
		
	<dc:subject>dinge und andere dinge</dc:subject><dc:subject>analyse</dc:subject><dc:subject>anarchismus</dc:subject><dc:subject>dominanz</dc:subject><dc:subject>feminismus</dc:subject><dc:subject>grrrlism</dc:subject><dc:subject>kritik</dc:subject><dc:subject>männerrechte</dc:subject><dc:subject>mackertum</dc:subject><dc:subject>penis</dc:subject><dc:subject>privileg</dc:subject>
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		<description><![CDATA[Hallo Jungs,
dieser Text richtet sich an alle, die <em>male privilege</em> besitzen. Ganz besonders an diejenigen unter euch, die sich offen oder heimlich als queer/feministisch, herrschaftskritisch und generell flauschig definieren. 

Ihr habt euch mit euren Geschlechterrollen auseinandergesetzt, habt gegrübelt und eure Identitäten hinterfragt, wart sauer und bestürzt und habt irgendwann beschlossen, das wollt ihr ändern. Ihr twittert antisexistische Parolen, bloggt gegen Diskriminierung und demonstriert gegen Lohnungleichheit. Und dann habt ihr eure Gefühle entdeckt. Diese Gefühle, die in der männlichen Öffentlichkeit keinen Platz haben sollen. Ihr habt angefangen, sie zuzulassen und vielleicht sogar, mit anderen über sie zu sprechen. 

Jetzt kommt das Problem.

Frauen und weiblich diskriminierte Menschen haben auch viele Gefühle. Wenn sie weinen, wenden sich ihre Freund_innen selten peinlich berührt von ihnen ab. Sie dürfen Angst haben, Freudentränen vergießen und vor Wut kreischen. Auch in der Öffentlichkeit. 
Aber das ist kein Vorteil, den sie euch gegenüber haben. Das ist <em>kein </em>Beweis dafür, dass unter dem Patriarchat alle irgendwie gleich viel leiden. Die öffentlichen weiblichen Gefühle kommen mit einer gesalzenen Rechnung: In allen öffentlichen Bereichen (Beruf/Job, politische Gruppen, Plena und was weiß ich wo noch) führt das Gefühlvollsein für Grrrls dazu, dass sie aufgrund ihres Geschlechts/Genders nicht oder noch weniger ernst genommen werden. Eine weinende Frau* ist empfindlich, eine wütende Frau* übertreibt maßlos, eine schreiende, brüllende Frau* ist hysterisch, eine lachende Frau* ist albern, eine lächelnde Frau* ist weich, ... Ich hoffe, eure Fantasie und eure Beobachtungsgabe können die Beispiele weiterführen. Gefühle haben alle Menschen. Gefühle <em>zeigen </em>ist gegendert. 

Ich muss mich jedes Mal zensieren, wenn ich in einem öffentlichen Raum agieren und ernst genommen werden möchte. Ich atme tief durch, damit meine Stimme nicht zittert, weil ich in Wirklichkeit koche vor Wut. Ich schlucke meine Tränen runter, damit mein Anliegen angehört wird. Ich senke meine Stimme, damit ich nicht losbrülle und mit dem Fuß aufstampfe. 
Trotzdem ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass meine rational vorgetragen und argumentativ wasserdichten Anliegen, wenn sie meinem Gegenüber missfallen, als emotional / unseriös / hysterisch / übertrieben abgetan werden. Ich kann mich nicht dagegen entscheiden, als weiblich gelesen zu werden. Ich muss dafür arbeiten <em>trotzdem</em> so behandelt zu werden, wie es für euch aufgrund eures <em>male privilege</em> normal ist.

Jetzt kommt ihr, frisch aus der Badewanne des Patriarchats, gecremt und gepudert, und wollt auch endlich mal traurig sein dürfen. 

Das ist toll. Alle sollen so viel fühlen, wie sie nur können. 

Aber. 
Ist euch aufgefallen, dass ihr die einzigen seid, die ihre großen und kleinen Traurigkeiten ungefiltert und unendlich oft in die Feministeria ballern? Wieso seid ihr der Ansicht, einen Raum wie den queer/feministischen Netzkosmos mit euren Whiteboyproblems beschäftigen zu müssen? Habt ihr mal darüber nachgedacht, dass ihr mit euren vielen Tränen Ressourcen fresst, die andere sowieso schon weniger zur Verfügung haben als ihr, weil sie nicht mit dem goldenen Panzer des weißen Dudes gerüstet sind? Wieso paradiert ihr euer Privileg in unsere Gesichter? 
Subtile Selbstironie, die ich beim Club der Schmerzensschmerzen e.V. bisher nicht erkannt habe, würde das auch nicht entschuldigen.

Wie ihr diese Widersprüche löst, ist nicht mein Problem. Es ist eure Pflicht, um mal einen eher archaischen Begriff zu benutzen. 
Findet Lösungen, die euch und uns erlauben, weichherzige, gefühlvolle Menschen zu sein. Überlegt euch, wie ihr feministische Männer* sein könnt, ohne die Feminist_innen mit eurem Mannsein zu belasten. Das ist das mindeste, was ihr tun könnt, wenn ihr von mir weiter als feministische Verbündete gesehen werden wollt. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Hallo Jungs,<br />
dieser Text richtet sich an alle, die <em>male privilege</em> besitzen. Ganz besonders an diejenigen unter euch, die sich offen oder heimlich als queer/feministisch, herrschaftskritisch und generell flauschig definieren. </p>
	<p>Ihr habt euch mit euren Geschlechterrollen auseinandergesetzt, habt gegrübelt und eure Identitäten hinterfragt, wart sauer und bestürzt und habt irgendwann beschlossen, das wollt ihr ändern. Ihr twittert antisexistische Parolen, bloggt gegen Diskriminierung und demonstriert gegen Lohnungleichheit. Und dann habt ihr eure Gefühle entdeckt. Diese Gefühle, die in der männlichen Öffentlichkeit keinen Platz haben sollen. Ihr habt angefangen, sie zuzulassen und vielleicht sogar, mit anderen über sie zu sprechen. </p>
	<p>Jetzt kommt das Problem.</p>
	<p>Frauen und weiblich diskriminierte Menschen haben auch viele Gefühle. Wenn sie weinen, wenden sich ihre Freund_innen selten peinlich berührt von ihnen ab. Sie dürfen Angst haben, Freudentränen vergießen und vor Wut kreischen. Auch in der Öffentlichkeit.<br />
Aber das ist kein Vorteil, den sie euch gegenüber haben. Das ist <em>kein </em>Beweis dafür, dass unter dem Patriarchat alle irgendwie gleich viel leiden. Die öffentlichen weiblichen Gefühle kommen mit einer gesalzenen Rechnung: In allen öffentlichen Bereichen (Beruf/Job, politische Gruppen, Plena und was weiß ich wo noch) führt das Gefühlvollsein für Grrrls dazu, dass sie aufgrund ihres Geschlechts/Genders nicht oder noch weniger ernst genommen werden. Eine weinende Frau* ist empfindlich, eine wütende Frau* übertreibt maßlos, eine schreiende, brüllende Frau* ist hysterisch, eine lachende Frau* ist albern, eine lächelnde Frau* ist weich, &#8230; Ich hoffe, eure Fantasie und eure Beobachtungsgabe können die Beispiele weiterführen. Gefühle haben alle Menschen. Gefühle <em>zeigen </em>ist gegendert. </p>
	<p>Ich muss mich jedes Mal zensieren, wenn ich in einem öffentlichen Raum agieren und ernst genommen werden möchte. Ich atme tief durch, damit meine Stimme nicht zittert, weil ich in Wirklichkeit koche vor Wut. Ich schlucke meine Tränen runter, damit mein Anliegen angehört wird. Ich senke meine Stimme, damit ich nicht losbrülle und mit dem Fuß aufstampfe.<br />
Trotzdem ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass meine rational vorgetragen und argumentativ wasserdichten Anliegen, wenn sie meinem Gegenüber missfallen, als emotional / unseriös / hysterisch / übertrieben abgetan werden. Ich kann mich nicht dagegen entscheiden, als weiblich gelesen zu werden. Ich muss dafür arbeiten <em>trotzdem</em> so behandelt zu werden, wie es für euch aufgrund eures <em>male privilege</em> normal ist.</p>
	<p>Jetzt kommt ihr, frisch aus der Badewanne des Patriarchats, gecremt und gepudert, und wollt auch endlich mal traurig sein dürfen. </p>
	<p>Das ist toll. Alle sollen so viel fühlen, wie sie nur können. </p>
	<p>Aber.<br />
Ist euch aufgefallen, dass ihr die einzigen seid, die ihre großen und kleinen Traurigkeiten ungefiltert und unendlich oft in die Feministeria ballern? Wieso seid ihr der Ansicht, einen Raum wie den queer/feministischen Netzkosmos mit euren Whiteboyproblems beschäftigen zu müssen? Habt ihr mal darüber nachgedacht, dass ihr mit euren vielen Tränen Ressourcen fresst, die andere sowieso schon weniger zur Verfügung haben als ihr, weil sie nicht mit dem goldenen Panzer des weißen Dudes gerüstet sind? Wieso paradiert ihr euer Privileg in unsere Gesichter?<br />
Subtile Selbstironie, die ich beim Club der Schmerzensschmerzen e.V. bisher nicht erkannt habe, würde das auch nicht entschuldigen.</p>
	<p>Wie ihr diese Widersprüche löst, ist nicht mein Problem. Es ist <em>eure </em>Pflicht, um mal einen eher archaischen Begriff zu benutzen.<br />
Findet Lösungen, die euch und uns erlauben, weichherzige, gefühlvolle Menschen zu sein. Überlegt euch, wie ihr feministische Männer* sein könnt, ohne die Feminist_innen mit eurem Mannsein zu belasten.<br />
Das ist das mindeste, was ihr tun könnt, wenn ihr von mir weiter als feministische Verbündete gesehen werden wollt. </p>
	<p>PS: Bevor ihr eine Erwiderung in die Tasten haut, macht euch bewusst, dass ich mir die Mühe gemacht habe, euch den Sachverhalt zu erklären. Diesem Text gehen Gespräche mit Feminist_innen voraus, die sich stattdessen sicher lieber über was anderes als den ausgereiften Dude-ismus unterhalten hätten. Ressourcen und so.
</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Ich möchte alles (verstehn)</title>
		<link>http://anarchieundlihbe.blogsport.de/2012/03/15/ich-moechte-alles-verstehn/</link>
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		<pubDate>Thu, 15 Mar 2012 14:17:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>raupe</dc:creator>
		
	<dc:subject>meide die popkultur</dc:subject><dc:subject>bumm</dc:subject><dc:subject>d.i.y.</dc:subject><dc:subject>faust</dc:subject><dc:subject>goethe</dc:subject><dc:subject>grrrlism</dc:subject><dc:subject>herrmann herman</dc:subject><dc:subject>mackertum</dc:subject><dc:subject>penis</dc:subject><dc:subject>popkultur</dc:subject><dc:subject>privileg</dc:subject><dc:subject>racism</dc:subject><dc:subject>sarkozy</dc:subject><dc:subject>spaß</dc:subject>
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		<description><![CDATA[	
	Herrmann Herman tut seine wichtige Meinung zum Thema Überfremdung und Unterbelichtung kund. Darauf haben wir schon lange gewartet.

bumm  d.i.y.  faust  goethe  grrrlism  herrmann herman  mackertum  penis  popkultur  privileg  racism  sarkozy  spaßbumm, d.i.y., faust, goethe, grrrlism, herrmann herman, mackertum, penis, popkultur, privileg, racism, sarkozy, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p><iframe width="420" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/ZeS-hJAf4qo" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
	<p>Herrmann Herman tut seine wichtige Meinung zum Thema Überfremdung und Unterbelichtung kund. Darauf haben wir schon lange gewartet.
</p>
<a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/bumm" rel="tag">bumm</a>  <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/d.i.y." rel="tag">d.i.y.</a>  <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/faust" rel="tag">faust</a>  <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/goethe" rel="tag">goethe</a>  <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/grrrlism" rel="tag">grrrlism</a>  <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/herrmann-herman" rel="tag">herrmann herman</a>  <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/mackertum" rel="tag">mackertum</a>  <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/penis" rel="tag">penis</a>  <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/popkultur" rel="tag">popkultur</a>  <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/privileg" rel="tag">privileg</a>  <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/racism" rel="tag">racism</a>  <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/sarkozy" rel="tag">sarkozy</a>  <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/spa%C3%9F" rel="tag">spaß</a><a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/bumm" rel="tag">bumm</a>, <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/d.i.y." rel="tag">d.i.y.</a>, <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/faust" rel="tag">faust</a>, <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/goethe" rel="tag">goethe</a>, <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/grrrlism" rel="tag">grrrlism</a>, <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/herrmann-herman" rel="tag">herrmann herman</a>, <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/mackertum" rel="tag">mackertum</a>, <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/penis" rel="tag">penis</a>, <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/popkultur" rel="tag">popkultur</a>, <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/privileg" rel="tag">privileg</a>, <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/racism" rel="tag">racism</a>, <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/sarkozy" rel="tag">sarkozy</a>, <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/spa%C3%9F" rel="tag">spaß</a>]]></content:encoded>
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		<title>Rückzug ins Private oder was!</title>
		<link>http://anarchieundlihbe.blogsport.de/2012/03/11/rueckzug-ins-private-oder-was/</link>
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		<pubDate>Sun, 11 Mar 2012 14:54:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>raupe</dc:creator>
		
	<dc:subject>dinge und andere dinge</dc:subject><dc:subject>anarchismus</dc:subject><dc:subject>bumm</dc:subject><dc:subject>d.i.y.</dc:subject><dc:subject>grrrlism</dc:subject><dc:subject>herrmann herman</dc:subject><dc:subject>spaß</dc:subject>
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		<description><![CDATA[	Letzte Woche saß ich weinend bei einer Freundin Zuhause und kriegte mich nicht mehr ein, bis sie mir Baldrian einflößte. In meinem Kopf schwirrte Das Übel Der Welt rum: Mexikanische Regierungstruppen, die mit lautem Panzergeballer in die Gebiete der Zapatistas einrücken, versuchen die zahlreichen Morde an syrischen Zivilist_innen in meinem Kopf zu übertrumpfen; Putin, der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Letzte Woche saß ich weinend bei einer Freundin Zuhause und kriegte mich nicht mehr ein, bis sie mir Baldrian einflößte. In meinem Kopf schwirrte Das Übel Der Welt rum: Mexikanische Regierungstruppen, die mit lautem Panzergeballer in die Gebiete der Zapatistas einrücken, versuchen die zahlreichen Morde an syrischen Zivilist_innen in meinem Kopf zu übertrumpfen; Putin, der seine Muskeln spreizt, während er höchstpersönlich die Frauen von Pussy Riot in den Knast wirft, hält Händchen mit dem Frontex-Management und das Sahnehäubchen ist alles was Kristina Schröder sagte, sagt und jemals sagen wird. </p>
	<p><img src="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/images/willkommensoldat_01.jpg" alt="Aber hier leben? Nein danke." /> </p>
	<p>Nachdem ich sediert war, vereinbarten wir eine (mindestens) einmonatige „Nachrichtensperre“ für mich: Ich werde keine Nachrichten gucken oder lesen, ich schlage keine Tageszeitung auf, höre keinen Deutschlandfunk und vermeide alles, was das Wörtchen „polit-“ im Titel trägt. Erlaubt sind: mein <em>Twitterstream </em>(aber Links zu Nachrichten klicke ich nicht an und die Newstwitter entfolge ich), die <a href="http://maedchenmannschaft.net"><em>Mädchenmannschaft </em></a>(die hab ich mittlerweile gelernt zu verkraften), <em>Klatsch- und Modemagazine</em> aller Formen und Größen sowie <em>Hörspiele</em>, fröhliche <em>Podcasts</em>,  <em>Serien </em>und <em>Filme</em>. Vermutlich machen das viele Leute so, ohne groß Beschlüsse zu fassen. Viele interessieren sich nicht für Nachrichten und Politik, und die 10-Sekunden-Inputs von N24 am SBahn-Gleis reichen ihnen mehr als aus. Und könnte ich es ihnen verübeln? Die Informationen, die ich in meinem Kopf ansammle, geben mir lediglich eine Illusion von Teilhabe am Weltgeschehen. Auch linke / unabhängige / alternative Medien ermöglichen mir zwar das Wissen um Kämpfe und Aufstände gegen Ungerechtigkeit und Elend auf der ganzen Welt, aber was kann ich mit dem Wissen anfangen?</p>
	<p>Ich sitze hier in Ludwigsburg, ohne Bezugsgruppe oder Riotgang, dafür mit einer mäßig schnellen Internetverbindung und einem Tick zuviel Kreativität. Meine Möglichkeiten der Teilhabe am politischen Weltgeschehen (oder auch nur Landesgeschehen) sind also unter anderem diese: <em>Clicktivismus</em>, (alles was mit E-Petitionen unterschreiben, ein-Klick-für-den-Weltfrieden, eine-SMS-für-99-cent-gegen-den-Hunger, Dinge bei Facebook liken oder bei Twitter faven zu tun hat), alleine bei Stuttgarter <em>Latschdemos </em>zu irgendwelchen Themen von Atomkraft bis Baumrettung mitlatschen und dabei den alten Dudes beim Redenschwingen zu lauschen, mein Umfeld in aufrührerische <em>Diskussionen </em>verwickeln und von irgendwas überzeugen (aber wovon?), und <em>wütendes  Bloggen</em>, Twittern und Netzdiskutieren (was letztendlich ein weiterer Verarbeitungskanal für den Weltinformationsmatsch bedeutet). Darauf hab ich keine Lust. </p>
	<p>Wissen ist prima und wichtig, alle sollen es haben dürfen und es ist toll, Machtstrukturen und Herrschaftsverhältnisse erkennen, benennen und entzaubern zu können. Auf das, was sich bereits in meinem Kopf befindet, möchte ich nicht verzichten. Aber meine radikale Meinung hab ich bereits. Und ich sitze nicht in der Grube in Guatemala und schreie Streikbrecher_innen an, sondern ich tippe Wörter in das Internet. Die Heizung läuft und ich esse nebenbei einen Muffin. </p>
	<p>Die Nachrichtensperre brachte mich auf eine grundsätzlicheres Thema: <em>Was ist der öffentliche Raum (gedanklich und architektonisch) für mich? Wie betrete ich ihn? Wie dringt er in mich ein? Was passiert dann mit mir? Möchte ich das überhaupt? Welche Alternative gibt es? </em></p>
	<p>Ich ziehe mich ins Private zurück. Das heißt: Ich bewohne mein WG-Zimmer sehr intensiv, verbringe meine Zeit außerhalb des Studiums mit Basteln, Fernsehen und Musikmachen, habe, wenn ich draußen (in der Öffentlichkeit, im richtigen Leben)bin, fast immer mein Smartphone vor der Nase, um die alltäglichen Unglaublichkeiten der schrecklichen Mitmenschen per Twitter kompensieren zu können. Gesprächssituationen mit antifeministischen Pflaumenkuchen löse ich durch weggehen. Ich versuche nicht, andere von meiner Meinung zu überzeugen, die haben schließlich selbst Google und können sich auch alleine mit kritischem Gedankengut auseinandersetzen. Ich spare all meine Kraft auf.  Entlang der aktuellen Strömungen des Radical Craftings hangele ich mich mit vor Ort ausübbaren Weltverbesserungen durch die Tage und Wochen. Ich hänge draußen Bilder auf, schreibe Lieder über Mackertum, höre auf, Dinge zu kaufen, bastle Verkleidungen aus Pappmaché und entziehe meinen Alltag dem Einfluss der Patriarchatspimmel. Ich spreche nur mit meinen liebsten Menschen. Ich gehe nicht zu Parties oder tanzen, verabrede mich fast nie mit Leuten und rede hin und wieder mit mir selbst.<br />
Je weniger sichtbar und draußen ich bin, desto kleiner ist der Zugriff auf mich und meine Körper. Staat, Nation, Kapital und Scheiße können mir nicht viel, wenn ich Kuchen backe. Wenn der öffentliche Raum überkontrolliert und unerträglich ist, dann will ich da auch nicht rein. </p>
	<p>Das macht mich vor allem dies: AUTONOM. Ich kann Lieder wie die Menstruationsvorlage schreiben, ohne mich zu fragen, ob mich die Normativeria der Ludwigsburger Studierenden nun verachtet. Komme und gehe, wann ich will und nicht, wann es eine soziale Norm erlauben würde. Rede nicht mit Idiot_innen. Brauche keinen Fanclub. Muss mich nicht absprechen, ob andere das genauso sehen, bevor ich künstlerisch meine Meinung äußere. Bin die einzige, die die Regeln macht und die einzige, die sie befolgt. </p>
	<p>Es ist ok, wenn die anderen mich für verrückt halten. Ich habe meine flauschige, warme Welt, in der das meiste Sinn ergibt.</p>
<a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/anarchismus" rel="tag">anarchismus</a>  <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/bumm" rel="tag">bumm</a>  <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/d.i.y." rel="tag">d.i.y.</a>  <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/grrrlism" rel="tag">grrrlism</a>  <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/herrmann-herman" rel="tag">herrmann herman</a>  <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/spa%C3%9F" rel="tag">spaß</a><a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/anarchismus" rel="tag">anarchismus</a>, <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/bumm" rel="tag">bumm</a>, <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/d.i.y." rel="tag">d.i.y.</a>, <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/grrrlism" rel="tag">grrrlism</a>, <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/herrmann-herman" rel="tag">herrmann herman</a>, <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/spa%C3%9F" rel="tag">spaß</a>]]></content:encoded>
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	</item>
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		<title>Menstruationsvorlage</title>
		<link>http://anarchieundlihbe.blogsport.de/2012/02/25/menstruationsvorlage/</link>
		<comments>http://anarchieundlihbe.blogsport.de/2012/02/25/menstruationsvorlage/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 25 Feb 2012 07:56:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>raupe</dc:creator>
		
	<dc:subject>meide die popkultur</dc:subject><dc:subject>feminismus</dc:subject><dc:subject>grrrlism</dc:subject><dc:subject>herrmann herman</dc:subject><dc:subject>ludwigsburg</dc:subject><dc:subject>menstruation</dc:subject><dc:subject>menstruieren</dc:subject><dc:subject>popkultur</dc:subject><dc:subject>spaß</dc:subject>
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		<description><![CDATA[	
Das lange fällige Lied zum Thema: Menstruieren, bis das Patriarchat zerfließt!

feminismus  grrrlism  herrmann herman  ludwigsburg  menstruation  menstruieren  popkultur  spaßfeminismus, grrrlism, herrmann herman, ludwigsburg, menstruation, menstruieren, popkultur, spaß]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p><iframe width="420" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/TdpX3JO62PU" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><br />
Das lange fällige Lied zum Thema: Menstruieren, bis das Patriarchat zerfließt!
</p>
<a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/feminismus" rel="tag">feminismus</a>  <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/grrrlism" rel="tag">grrrlism</a>  <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/herrmann-herman" rel="tag">herrmann herman</a>  <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/ludwigsburg" rel="tag">ludwigsburg</a>  <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/menstruation" rel="tag">menstruation</a>  <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/menstruieren" rel="tag">menstruieren</a>  <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/popkultur" rel="tag">popkultur</a>  <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/spa%C3%9F" rel="tag">spaß</a><a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/feminismus" rel="tag">feminismus</a>, <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/grrrlism" rel="tag">grrrlism</a>, <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/herrmann-herman" rel="tag">herrmann herman</a>, <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/ludwigsburg" rel="tag">ludwigsburg</a>, <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/menstruation" rel="tag">menstruation</a>, <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/menstruieren" rel="tag">menstruieren</a>, <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/popkultur" rel="tag">popkultur</a>, <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/spa%C3%9F" rel="tag">spaß</a>]]></content:encoded>
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		<title>Leute wie Lantzschi :(</title>
		<link>http://anarchieundlihbe.blogsport.de/2012/02/16/leute-wie-lantzschi/</link>
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		<pubDate>Thu, 16 Feb 2012 08:58:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>raupe</dc:creator>
		
	<dc:subject>meide die popkultur</dc:subject><dc:subject>d.i.y.</dc:subject><dc:subject>feminismus</dc:subject><dc:subject>grrrlism</dc:subject><dc:subject>herrmann herman</dc:subject><dc:subject>männerrechte</dc:subject><dc:subject>penis</dc:subject><dc:subject>privileg</dc:subject><dc:subject>spaß</dc:subject>
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		<description><![CDATA[	
	Männerrechtler Herrmann C. Herman sagt endlich mal Bescheid, was los ist. Es ist nämlich so: Schuld sind die Feminazis, allen voran Rädelsführerin Nadine Lantzsch.

d.i.y.  feminismus  grrrlism  herrmann herman  männerrechte  penis  privileg  spaßd.i.y., feminismus, grrrlism, herrmann herman, männerrechte, penis, privileg, spaß]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p><iframe width="420" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/rgFRm3H2bPk" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
	<p>Männerrechtler Herrmann C. Herman sagt endlich mal Bescheid, was los ist. Es ist nämlich so: Schuld sind die Feminazis, allen voran Rädelsführerin <a href="http://medienelite.de">Nadine Lantzsch.</a>
</p>
<a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/d.i.y." rel="tag">d.i.y.</a>  <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/feminismus" rel="tag">feminismus</a>  <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/grrrlism" rel="tag">grrrlism</a>  <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/herrmann-herman" rel="tag">herrmann herman</a>  <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/m%C3%A4nnerrechte" rel="tag">männerrechte</a>  <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/penis" rel="tag">penis</a>  <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/privileg" rel="tag">privileg</a>  <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/spa%C3%9F" rel="tag">spaß</a><a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/d.i.y." rel="tag">d.i.y.</a>, <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/feminismus" rel="tag">feminismus</a>, <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/grrrlism" rel="tag">grrrlism</a>, <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/herrmann-herman" rel="tag">herrmann herman</a>, <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/m%C3%A4nnerrechte" rel="tag">männerrechte</a>, <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/penis" rel="tag">penis</a>, <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/privileg" rel="tag">privileg</a>, <a href="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/tag/spa%C3%9F" rel="tag">spaß</a>]]></content:encoded>
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	</item>
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		<title></title>
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		<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 22:33:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>raupe</dc:creator>
		
	<dc:subject>dinge und andere dinge</dc:subject>
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		<description><![CDATA[	
	von @yetzt als Antwort auf das hier! Hach!

No Tags]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p><img src="http://twitpic.com/show/thumb/8cftf0.png" width="150" height="150" alt=""/></p>
	<p>von <a href="https://twitter.com/#!/yetzt"/>@yetzt als Antwort auf <a href="http://on3.de/#/element/12912/blogs-von-und-fuer-frauen-das-netz-ist-kein-mann">das hier</a>! Hach!
</p>
No Tags]]></content:encoded>
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	</item>
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		<title></title>
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		<pubDate>Tue, 10 Jan 2012 08:18:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>raupe</dc:creator>
		
	<dc:subject>sonst so</dc:subject>
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		<description><![CDATA[	 
No Tags]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p><a href="http://maedchenmannschaft.net/jetzt-abstimmen-fuer-die-bloggerin-des-jahres-2011/"><img src="http://anarchieundlihbe.blogsport.de/images/bloggermaedchen2011_nominiert.png" alt="" /> </a></p>
No Tags]]></content:encoded>
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