Dinge, die Leute zu mir beim kellnern sagen – kleine Auswahl.

ICH: „XY,Z Euro, bitte.“
ER: „Sind Sie sich da wirklich sicher? Euch Frauen kann man nicht vertrauen.“

ER: „Fräulein, kommen Sie mal mit“
Packt mich am Arm und zerrt mich mit sich.
ICH: „Ich komme sehr gern an Ihren Tisch, aber bitte ohne anfassen.“
ER laut, zu anderen: „Habt ihr das gehört, sie will nicht angefasst werden.“

ER gibt mir Trinkgeld: „Hier, das ist für Ihre Brautschuhe.“
ICH: „Oh, dankeschön. Aber ich heirate wahrscheinlich gar nicht.“
ER: „Oh doch. Oh doch, das werden Sie.“

ER: „Machen Sie doch endlich den obersten Knopf (der Bluse) da auf, das macht mich ja wahnsinnig.“
SIE: „Ja, das sieht aus, als würden Sie ersticken.“

ICH: „XY,Z Euro, bitte.“
ER steckt sich eine Münze zwischen die Zähne und wendet mir sein Gesicht zu.

ICH: „5,80Euro, bitte.“
ER: „Sex! Haha! Sie wissen, was ich meine.“
Tätschelt meinen Arm.

ER gibt mir 20 Cent Trinkgeld: „Sie sind meine kleine Zaubermaus. Deshalb bekommen Sie von mir jetzt 20 Cent Trinkgeld. Bitteschön. Ich bin eben ein Mann von Geschmack. Ich hab einen guten Geschmack, deshalb bestelle ich nur bei ihnen. Sie sind meine kleine Zaubermaus, von den anderen würde ich mich gar nicht bedienen lassen.“

ICH kassiere an einem anderen Tisch.
ER, von hinten, kitzelt mich, während ich ein Tablett balanciere.
ICH: „Kitzeln Sie mich nicht! Was soll das!“
ER: „Ich habe Sie gar nicht gekitzelt.“


13 Antworten auf „Dinge, die Leute zu mir beim kellnern sagen – kleine Auswahl.“


  1. 1 Becci 12. September 2011 um 11:23 Uhr

    Oh, wie bekannt kommt mir so etwas vor, hab nur in den Ferien gekellnert, aber man wird da behandelt als wäre man irgendwas. -.-

  2. 2 Rike 12. September 2011 um 12:10 Uhr

    Ach du je. Im Restaurant hab ich das nie so krass erlebt, aber beim Catering hatte ich einmal einen Gast, der mit „Wenn ich 20 Jahre jünger wäre,…“ und eklig zwinkernd ankam. Da hab ich dann kurz überlegt, ihm das Tablett um die Ohren zu hauen.

  3. 3 Andrea 12. September 2011 um 12:24 Uhr

    Ogott. Ich würde glaube ich aus jedem Kellnerjob innerhalb kürzester Zeit wieder rausfliegen, weil ich andauernd Gäste verprügeln würde…

  4. 4 Ann {Bittersuesz} 12. September 2011 um 17:01 Uhr

    Könnten wir Bücher mit füllen, oder? :(

  5. 5 Angelika 12. September 2011 um 17:20 Uhr

    ach-du-meine-güte-horror, da wird mir nur beim lesen ganz-anders-schlecht (wenn ich sowas mal mitbekomme, werde ich als einzige gast/frau meist solidarisch „laut“)
    *facepalm

  6. 6 Dani 12. September 2011 um 17:43 Uhr

    Oh ja, genau wegen solche Sachen frage ich mich, warum ich diesen Job überhaupt noch mache.
    Wenn ich nett bin, finden die das süß, werde ich ernst und bestimmt, finden sie die strenge Seite an mir anziehend. In der Gastro erlauben sich Männer echt die widerlichsten Dinge.

  7. 7 Angelika 12. September 2011 um 20:12 Uhr

    @Dani – mEn nicht nur i.d. gastro

    überhaupt, dieser alltägliche sexismus, der von vielen (auch/gerade frauen) einfach nicht/mehr wahrgenommen wird – so meine alltäglichen beobachtungen und erfahrungen.

    (manche machens bei/mit mir einfach nicht mehr, weil ich, so meine reflektion/mutmassung, vielleicht u.a.
    1. einfach „älter“ bin (und mich auch ggf. verbal „wehre“ bzw. sichtbar mache) und 2. als „stark“ wahrgenommen werde)

  8. 8 ecki 13. September 2011 um 15:55 Uhr

    aaaaaaaaaaaaaah!!!
    kenn ich aus der arbeit im krankenhaus: von pflegern/ärzten, als auch patienten.
    ganz ganz ganz unerträglich. :(

  9. 9 Zweisatz 27. September 2011 um 9:53 Uhr

    @Angelika

    Schlimm genug, dass man sich erst persönlich so weit entwickeln muss, bis man ansatzweise in Ruhe gelassen wird. (Ich möchte damit nicht sagen, dass man „unter-“ oder „fehlentwickelt“ sei, wenn man nicht so drauf ist.)

    Ich frage mich, ob die Behandlung von Land/Region zur/m anderen variiert. – Aber einen Ort ohne Sexismus wird man wohl nicht finden…

  10. 10 fabian 05. Oktober 2011 um 15:21 Uhr

    oh das ist noch garnichts. hab lange hauptberuflich im nachtleben gearbeitet und kenne daher freundinnen/koleginnen, die in der höheren gastronomie im service arbeiten und was zu deren arbeitsalltag gehört ist wirklich krass. da ist es normaler alltag, von gästen angefasst zu werden. das ist dann so, dass sie so in schlangenlinien um die tische rumgehen um nicht ständig belästigt zu werden. oder eben auch entwürdigenste kommentare der kundschaft, was von den betroffenen eher als angenehm empfunden wird weil es ja nur(!) eine verbale attacke ist.
    die typen wissen, dass sie sich alles erlauben können weil sie entsprechend geld dalassen(also sowas zwischen 1000 und 3000€ am abend). wenn du dich allerdings aktiv dagegen wehren würdest, käme das einer fristlosen kündigung gleich und da die meisten von dem geld leben müssen ist das ein unglaublich schwieriger schritt. und die anwesenden gäste interessierts nen scheissdreck, weil sie das servicepersonal eh als sklaven sehen.

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