Trampen, Autostopp, per Anhalter fahren ist feministisch!
Das ist natürlich eine grobe Generalisierung. Ich sehe es aber als feministische Handlung an, als Anhalterin zu reisen. Jede_r zweite, die_der mich mitnimmt, fragt neugierig, besorgt oder verständnislos, ob ich keine Angst habe und erklärt, wieso Trampen „gerade als junge Frau“ gefährlich sei. Es gebe „genug Hornochsen“ auf den Straßen, und dass ich denen im Auto schutzlos ausgeliefert sei.
Mich ärgert das, obwohl die Leute selbst meist noch nie über das nachgedacht haben, was sie da sagen. Dennoch tragen sie die Angstpropaganda, die die meisten Frauen schon als Kinder gelernt haben, immer weiter: Du, als Mädchen/Frau, darfst nicht alleine im Dunkeln draußen umherlaufen. Du darfst nicht alleine in den Wald oder Park, schon gar nicht abends. Du darfst nachts nicht U-Bahn fahren. Du darfst nicht mit fremden Leuten mitgehen. Du musst dich anständig anziehen, vor allem wenn du alleine unterwegs bist. Du darfst dich in „gewissen Ecken“ nicht „herumtreiben“, dort bist du dem fremden, gar „schwarzen“ Mann schutzlos ausgeliefert, niemand wird dich hören, wenn du schreist, du bist schwach und kannst dich sowieso nicht wehren. Wenn dich jemand anspricht oder anmacht, gib keine Widerworte, reagiere nicht, wehre dich nicht sondern geh schnell weiter, sonst provozierst du ihn und bringst dich in eine gefährliche Situation.
Die Angst vor Sexualverbrechen ist mir eingeimpft worden, und ich kann mich an die oben genannten Phrasen nicht aus dem Mund meiner Eltern, dafür aber aus dem gesamten sonstigen sozialen Umfeld erinnern. Lehrer_innen, Verwandte, Freund_innen und deren Eltern, Berichterstattung im öffentlich-rechtlichen sowie im trash-TV, in Frauen- und Mädchenzeitschriften und in Nachrichtenmagazinen.
Dazu kommen alle möglichen Spielfilmformate, in denen das Mittel der Dramatisierung viel zu oft die Gewalt gegen eine Frau ist, dabei fast immer sexuell konnotiert.
Hier wird auch meine eigene Angst besonders geschürt: Ich finde mich selbst oft genug in den sogenannten Gefahrensituationen wieder: Es ist dunkel, still, ich höre meine eigenen Schritte und ein undefinierbares Rascheln, ich kann kaum etwas sehen, mein Handyakku ist leer, ich bin möglicherweise zurecht gemacht, trage enge oder kurze Kleidung und die beleuchtete Straße oder das warme Zuhause ist gefühlt kilometerweit entfernt. Hier könnte jederzeit ein böser Mann, oder gar eine ganze Gang von Typen, aus der Ecke gesprungen kommen, die mich packen, sofort knebeln, obwohl schreien eh nichts brächte und dann die fürchterlichsten Verbrechen an mir verüben.
Die Angst vor dieser angeblich alltäglichen Gefahr bekämpfe ich erfolgreich, ich spreche darüber, mit Freund_innen und manchmal auch mit den besorgten, warnenden Fremden in den Autos, wenn sie mir offen und freundlich erscheinen. Gerade deshalb bin ich wütend, dass ein so großer Teil der Menschen, denen ich begegne, besser zu wissen scheint, was gut für mich ist und mich dementsprechend erziehen möchte.
Wie geht Trampen überhaupt und wieso fühle ich mich dabei so sicher?
Ich stelle mich an eine Tankstelle, am besten eine, die auch noch andere Servicestellen, zB Gastronomie, in Nachbarschaft hat. Zuerst verschaffe ich mir einen Überblick: Wieviel ist hier los, gibt es nur LKWs oder auch viele Privatautos?(Ich fahre fast nie mit LKWs, sie sind extrem langsam und ich kann vorher nicht in das Fahrerhäuschen hineinsehen und mir so keinen Eindruck vom Fahrer verschaffen. Eine Fahrerin ist mir noch nicht begegnet, obwohl es sie natürlich gibt.) Wo parken sie, laufen viele durch eine bestimmte Eingangstür rein und raus? Meistens stelle ich mich neben die Tür des Tankstellenshops. Ich schaue die tankenden Autos an, Fahrer_innen, die Nummernschilder und spreche die Leute an, während sie tanken oder zum bezahlen gehen. Ich bin freundlich, höflich, erkläre, wohin ich will und frage, ob sie mich ein Stück oder bis zum Ziel mitnehmen können. Sagen sie Ja, betone ich, dass ich an einer anderen Raststätte rausgelassen werden möchte, nicht an einem beliebigen Parkplatz (dort fahren so wenige PKWs ab, dass die Chance klein ist, günstig mitgenommen zu werden). Manchmal stelle ich mich auch an die Ausfahrt, wenn der Parkplatz zu groß und zu unübersichtlich ist. Dafür male ich mir ein Schild mit dem Ziel (oder auch nur die Richtung oder Autobahn) und versuche, den vorbeikommenden Fahrer_innen freundlich in die Augen zu sehen. Mit dem Ansprechen hatte ich bisher am meisten Erfolg.
Wenn die Leute Ja sagen und wir die Strecke abgeklärt haben, die sie mich mitnehmen, warte ich, bis sie mir sagen, wo ich einsteigen soll. Es ist ihr Auto und sie nehmen mich als Fremde mit, da möchte ich meine Unkompliziertheit signalisieren, damit sie nicht bereuen, mich mitgenommen zu haben. Habe ich ein schlechtes Gefühl, würde ich auch jederzeit meine Bitte zurückziehen, das ist mir aber noch nie passiert. Manchmal schreibe ich aus dem Bauch heraus per SMS das Kennzeichen an eine_n Freund_in, um mich sicherer zu fühlen.
Auf der Fahrt verhalte ich mich ruhig und höflich, zettele keine wütenden Debatten an, stelle nicht zu viele Fragen und achte auf den Weg. Es ist schon ein paar mal passiert, dass wir uns verquatscht haben und eine Ausfahrt oder meine nächste Raststätte verpasst haben. Am Ende steige ich aus, nehme mein Zeug, bedanke mich und stelle mich wieder vor die Tanke.
Ich trampe nun seit etwa zwei Jahren, dabei habe ich noch nichtmal einen dummen Spruch oder eine Anmache von einem Fahrer kassiert. Am Anfang dachte ich noch, ich würde nur mit Frauen, Pärchen oder Familien mitfahren, das hab ich aber schnell verworfen: Unter der Woche sind viele Männer zwischen 30 und 50 in schnellen, schicken Autos unterwegs, die mich gerne mitnehmen und mit 200km/h übers Land brausen. Das ist natürlich angenehm. Dennoch bin ich immer auf der Hut und entspanne mich bei manchen Leuten nach ein paar Minuten des Kennenlernens, bei anderen erst, wenn ich wieder ausgestiegen bin, so richtig.
Ich liebe das Trampen. Es ist anstrengend, weil ich sehr empathisch und aufmerksam sein muss und nur selten Gelegenheit habe, im Auto mal ein Nickerchen zu machen. Es ist kostenlos. Es ist superumweltfreundlich. Es ist ein Abenteuer. Es schafft Vertrauen und immer, wenn mich eine_r mitgenommen hat, haben wir beide ein gutes Gefühl von der anderen erhalten. Es gibt mir Selbstvertrauen, Selbstständigkeit, Mobilität und eine gute Menschenkenntnis. Und ich werde nicht aufhören, gegen den Angstbullshit um mich herum anzugehen.
… um euch ein bisschen Reisefieber einzupflanzen…
Ich habe – allerdings als Mann – auch gute Erfahrungen mit dem Trampen gemacht. Gerade bei weiblichen Trampern hatte ich das Gefühl, dass sie recht schnell weitergekommen sind. Sie wurden häufiger als Männer von Frauen mitgenommen, teilweise auch mit der Begründung, dass „sie sie lieber mitnehmen, bevor sie irgendwo einsteigen, wo ihnen was passiert“.
Ich habe früher auch getrampt, würde heute eine Frau eher mitnehmen als einen Mann. Das Vorturteil dazu ist ganz einfach: Es geht meiner Meinung nach von einer Frau weniger Gefahr aus, als von einem Mann. Denn auch als Fahrer kann man Angst haben einen psychopatischen Mitfahrer oder eine psychopatische Mitfahrerin zu bekommen (damit meine ich im allgemeinen auch alle Berufs- oder Gelegenheitsverbrecher, die mich als Opfer auswählen wollen). Sollte sich der Feminismus etwa auch daran reiben? Ich hoffe nicht.
Naja das sind ebenfalls Auswirkungen dieser Angstmache: Frauen sind per se harmlos, wenigstens aber harmloser als Männer, und werden beschützt, sie sind jedoch keine Gefahr für die Fahrerin, die sie mitnimmt.
Klar profitiere ich als Tramperin dann davon, aber diese Panikmachkultur wegen mir als weiblichem Opfer der überall lauernden männlichen Heterosexualität passt mir nicht. Mir wäre Gleichbehandlung tatsächlich lieber als scheinbare Bevorzugung.
Toll wäre auch, wenn die netten Frauen, die mich mitnehmen, sich trauen würden, mal den ein oder anderen netten Tramper umherzufahren. Die Begründung, warum sie dies seltener tun, ist dieselbe, die mich vom Trampen abhalten soll. Da beißt sich doch irgendwas in den Schwanz.
Deine Gedanken sprechen mir aus der Seele! Bin letztes Jahr auch nach Spanien getramt und mir ging es unglaublich auf die Nerven, dass jeder zweite mir sagte, wie gefährlich doch das Trampen für eine Frau wäre. Ich habe versucht mich dagegen zu wehren, aber ich empfand es doch als eine Art Gehirnwäsche, so dass ich schwer dagegen ankämpfen musste, mich NICHT wehr- und hilflos zu fühlen. Denn als ich anfing zu trampen, fühlte ich mich stark und hatte auch das Gefühl, dass selbst wenn jemand versucht, mich zu überwältigen, ich in der Lage bin, mich zu wehren. Dass ich in einer 1 zu 1 Situation einfach stark genug bin. Nach einer Weile kamen dann doch auch Zweifel auf: bin ich vielleicht doch zu schwach? Schwächer als ich annehme? Irre ich mich, oder irren sich die ganzen Leute, die mir suggerieren, ich als Mädchen sei einfach zu schwach? Ich finde, das versaut einem ein bißchen das Trampen. Aber bei mir hat es auch meinen Kampfgeist geweckt. Weiterzutrampen, bis ich diese Gehirnwäsche wieder aus dem Kopf hatte.
Netter Post, ich komme nun regelmaessig
Das ist mir alles zu unterwürfig und naiv.
Wenn du noch nie blöd angemacht oder begrapscht wurdest, ist das schön für dich; wenn du deine unkomplizierte Freundlichkeit hier auch noch zur Schau stellst, wird’s aber peinlich.
Am meisten entspannen kann ich mich, ohne zu vergessen, worauf ich mich einlasse, wenn ich bewaffnet bin und in der Lage zuzuschlagen. Das heißt ja nicht, daß ich das tun muß, es heißt gerade, daß ich souverän bin, weil ich es kann und nicht drüber nachdenken muß.
Sie lassen dich vielleicht in Ruhe, weil du Glück hast und dich anbiederst, aber sie lassen dich viel zuverlässiger in Ruhe, wenn sie den Eindruck haben, daß du dich wehren kannst. Die wirklich üblen Charaktere, die nämlich zumeist vor allem feige sind, nehmen dich dann gar nicht erst unbedingt mit.
Das Gegenmittel gegen die Angstpropaganda besteht nicht darin, die Gefahr zu leugnen, ihr weiter halb auszuweichen oder sich mit den potentiellen Aggressoren zu arrangieren, sondern in Verteidigungsbereitschaft.
Fighting really makes you go places!
Ich trampe seit ca. 10 Jahren, manchmal mehr, manchmal weniger, und diese Sprüche gingen mir auch von Anfang an auf die Nerven. Es gab aber auch schon blöde anmachen (gerne genommen z.B. „klar nehme ich dich mit, wenn du dann da noch mit mir auf den Parkplatz kommst“), und, perfider als die (bei denen ich ja nicht einsteigen muss), wiederholt Männer die es lustig fanden, mit meiner angenommen Angst zu spielen. Das nimmt meist die Form einer Frage an, wie z.B. „Und wenn ich jetzt hier die Abfahrt in den Wald nehmen würde/mitten im Nirgendwo stehen bleiben, was dann?“ ob ich dann immernoch keine Angst hätte oder was ich dann tun würde etc. Ich erkläre dann ruhig dass ich keine Probleme damit hätte, in einem solchen Fall der anderen Person große Schmerzen zuzufügen (das ist wahr, nichtmal besonders schwer in der Fahrsituation, und muss auch gar nicht spezifischer formuliert sein). Das beendet das Thema meist abrupt. Immer wieder habe ich festgestellt, dass Frauen wie Männer die mich mitnehmen von dem Umstand, dass ich mich dabei einem größeren Risiko aussetze als Kerle, weniger geschockt sind (das ist zwas der eigentliche Skandal, aber das ist ja „normal“) als von der Vorstellung, ich könnte zurück schlagen.
Aber damit, dass das schlimmste was ich abbekommen habe bisher verbale Scheisse war, stehe ich zwischen allen anderen Frauen, die ich kenne und die trampen oder früher mal getrampt sind, alleine da. Alle anderen die ich bisher dazu befragen konnte waren mindestens einmal in einer Situation, wo sie sich körperlich zur Wehr setzen mussten, teilweise wirklich in einem Waldstück wie es dem Klischee entspricht.
Insgesamt kann ich punch nur zustimmen.
„Immer wieder habe ich festgestellt, dass Frauen wie Männer die mich mitnehmen von dem Umstand, dass ich mich dabei einem größeren Risiko aussetze als Kerle, weniger geschockt sind (das ist zwas der eigentliche Skandal, aber das ist ja „normal“) als von der Vorstellung, ich könnte zurück schlagen.“
Oh, word!
@ punch
@ scrupeda
ich möchte das mal probieren, mit dem offenen umgang mit der eigenen wehrhaftigkeit und gewaltbereitschaft.
sagt mal an, tragt ihr dann ein messer bei euch? oder pfefferspray?
please share!
freundliches auftreten und bewaffnet/wehrhaft sein schließen sich nicht aus, wie ich finde.
Das wechselt, es geht auch eher um die Gewaltbereitschaft und das Bewußtsein der eigenen Lage, der Waffentauglichkeit der Dinge die um einen herumliegen, von wo wer kommt, sich wie bewegen kann, wo man dran kommt, wie man wieder weg kommt etc. Selbstverteidigungskurs und/oder Kampfsport bringen mehr als die Bewaffnung, wenn man mit der nicht umgehen kann, und Pfefferspray im Auto ist jetzt nicht so die gute Idee. Man muss das nicht lebenslang als Sport betreiben, aber es ist hilfreich, sich ohne lange zu überlegen aus Umklammerungen und Würgegriffen befreien, möglichst verletzungsfrei fallen und effektiv zuschlagen und -treten zu können. Nichts davon ist wirklich trampspezifisch oder im eigentlichen Sinne schwierig, man muss es bloß etwas üben bis es sitzt, und dabei sind Anleitung und Turnmatten sehr nützlich.
Kopfspiel zur Übung: Bei Personen, die einem begegnen, die einen mitnehmen etc. im Kopf durchspielen, womit man sie wie in der jeweiligen Situation angreifen könnte und umgekehrt, bzw. eine potentielle Auseinandersetzung durchspielen (das geht natürlich in vielen Varianten). Und sich dabei durchaus fragen, ob man den Kampf gewinnen könnte, und im Zweifelsfall überlegen, warum nicht, bzw. wie man/frau das ändern kann etc. Es geht dabei auch darum, die Scheu vor der eigenen Brutalität zu verlieren, und im Falle des Falles eben nicht in die Opfer-Angststarre zu geraten, die so oft beschrieben wird.
Die meiste Zeit über bin ich aber auch nett:-)
Ein wirklich sehr interessanter Beitrag.
Ich bin als ich noch sehr jung war (13) mal durch halb Europa getrampt und habe dabei auch immer wieder dieselben Sprüche gehört und auch geglaubt. Ich war zu dieser Zeit noch ziemlich unsicher, der typische Opfertyp, und wurde immer umso freundlicher, jeh mehr Angst ich vor dem Fahrer hatte.
Heute wäre das sicher anders, auch wenn ich seitdem nie wieder getrampt bin. Die Einstellung von damals bin ich trotzdem nie losgeworden, es ist toll, dass Jemand mir einen Anstoß gibt diese rückschrittliche Anschauung noch zu ändern.
Als doch schon länger sowohl Kampfsport als auch Selbstverteidigungstraining praktizierende Person (ja, ich maße mir hier eine gewisse Autorität an) mal eine kurze Durchsage an die „Angst“-Fraktion:
Das ist eine psychologische Frage, ob jmd. angegriffen wird. Gesteuert wird das gezielt durch das Auftreten der entsprechenden Person. Hat Scrupeda ganz passend formuliert: Es geht um die prinzipielle Bereitschaft, andere Menschen zu verletzen. Wer die situationsabhängig hat und das auch (nonverbal) vermittelt, wird nicht angegriffen. Einfach mal umgekehrt: Würdet ihr jmd. angreifen? – Nur, wenn ihr selbst gesund aus dem Konflikt raus kommt. Na also
Und trampen macht Spaß und Freundlichkeit sein tut der Welt gut!
Ich bin vor wenigen Wochen mehreren Wochen im Schwarzwald wandern gewesen. Mit einem großen Rucksack von Herberge zu Herberge. Alleine. Wenn ich jemanden getroffen habe, hat die Person meißtens (sagen wir in 90%) zuerst entsetzt gefragt ob ich alleine bin und ob ich den keine Angst habe. -.- Ich bin erwachsen, vernünftig und fit.
Danke. Jetzt weiß ich ein schönes Wort dafür. Angstpropaganda.
Echt? Es wird noch getrampt? Cool. Hab ich früher auch immer gemacht, ich hatte nie ein Auto, auch heute nicht, kann mir jetzt aber Zug fahren leisten.
Angstpropaganda – richtig. Ich kenne die Sprüche gut, waren in fast jedem Auto zu hören das mich mitnahm.
Ich hab mir auch die Nacht und den Wald zurückerobert. Weil der Witz ist ja: Gewaltverbrechen gegen Frauen geschehen meistens in den eigenen vier Wänden. Und superselten in dunklen Wäldern.
Autofahrer und Autofahrerinnen sind notorische Gewalttäter. Wie selbstverständlich beanspruchen sie die „Vorfahrt“. Sie sind ohne weiteres bereit dafür zu töten. Und das nicht weil sie aus der StVO zitieren können. Da steht es ja noch nicht mal explizit drin, dass der Staat das erlaubt. Auch nicht weil sie das wissenschaftlich begründen können. Sondern nur, weil es so sozialüblich ist. Weshalb ja auch viele Nichtautofahrer und Nichtautofahrerinnen ihnen das zubilligen. Zubilligen, dass sie zu Recht getötet werden, wenn sie sich nicht an die Regeln der Autofahrer halten.
Nun macht es diesbezüglich zwar keinen Unterschied, ob eine Person, die sie auf der Straße aufgelesen haben neben ihnen sitzt oder nicht.
Jedoch die Behauptung, viele Autofahrer und Autofahrerinnen seien doch nette Leute ist so gesehen irrsinnig.